"... so ist insbesonderheit die Diakonie unserer Tage eine Sache des freien Willens und des freiwilligen Zusammenschlusses derjenigen, welche Gott dazu angeregt und erweckt hat." 
(Wilhelm Löhe)

Der Weg in die Gemeinschaft

Der Weg beginnt mit dem gegenseitigen Kennenlernen. Dies geschieht in einem Mitleben auf Zeit, dessen Dauer und Form individuell abgesprochen werden.

Wird eine Berufung zu diesem Weg deutlich, so erfolgt die Aufnahme in das Postulat. Die Postulantin trägt Zivil und geht einer bezahlten Arbeit nach.
Die geistliche Zurüstung beginnt: Die Postulantin wohnt i. d. R. mit Diakonissen zusammen. Sie wird begleitet bei ihrem Hineinwachsen in die Gemeinschaft, in die Spiritualität des Hauses und in das vielfältige gottesdienstliche Leben.
Darüber hinaus nimmt die Postulantin an der Zurüstung zum kirchlichen Amt der Diakonie (Diakonat) teil.

Das Postulat endet nach ein bis zwei Jahren. Mit dem nächsten Schritt, der Aufnahme in das Noviziat, vollzieht sich eine engere Bindung an die Diakonissengemeinschaft. Sie wird äußerlich an zwei Punkten sichtbar: Die Novizin trägt Tracht und wird als "Schwester" angesprochen Sie übt ihren Beruf weiterhin aus und erhält gleichzeitig eine fundierte geistlich-diakonische Ausbildung – i. d. R. wird das das Diakonieseminar der Diakonie Neuendettelsau sein, das sich über vier Jahre hinzieht und mit einer Prüfung endet.

Das Noviziat dient der Reifung der Persönlichkeit, der Stärkung der Beziehungsfähigkeit und der Vertiefung der Gottesbeziehung.

Sehen die Novizin und die Leitung der Diakonissengemeinschaft den Weg weiterhin bestätigt, so erfolgt nach circa vier Jahren Noviziat in einem feierlichen Gottesdienst die endgültige Aufnahme in die Diakonissengemeinschaft und die Einsegnung zur Diakonisse.